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Korkröhren – woher kommen sie und wie werden sie hergestellt?

Korkröhren sind eine optimale Möglichkeit, um dem eigenen Haustier im Terrarium oder Gehege einen Rückzugsort zu schaffen. Auf diese Weise bieten Sie Ihren Tieren interessante Schlafplätze und Verstecke, die sich ideal in die Optik Ihres Terrariums einfügen. Viele Menschen fragen sich jedoch, wie eine Korkröhre hergestellt wird und woher diese überhaupt stammt. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Ansätze, die jeweils eigene Vor- wie auch Nachteile mit sich bringen. Eine Korkröhre kann sowohl mit Schlitz (Naht / Spalt der länge nach vom Axteinschlag) als auch ohne Schlitz sein.

Grundsätzlich bestehen diese Korkröhren aus Naturkork. Dieser Rohstoff wird aus der Rinde der sogenannten Korkeiche gewonnen. Dabei handelt es sich um einen Baum, der vornehmlich im Mittelmeerraum und hier vor allem in Portugal heimisch ist. Für die Gewinnung von Kork wird dieser Baum nicht gefällt, sondern geschält.

Korkeiche frisch geschälte

Sie können nach 20 Jahren das erste Mal geschält werden und bilden anschließend ca. alle neun Jahre eine neue Korkrinde. Die erste Schälung ist hierbei wesentlich dünner und im Vergleich zu den späteren Schälungen deutlich weniger strapazierfähig. Aus diesem Grund wird sie als Jungfernrinde (virgin) bezeichnet und findet statt in der Herstellung von Weinkorken im Tierbedarf und als Deko Verwendung.

Korkbaum (Korkeiche): Jungfernrinde vs. nachwachsende Rinde

Korkröhren mit Naht / Schlitz – die günstigere Alternative

Standardmäßig werden Korkröhren mit einer Naht angeboten. Das bedeutet, dass die Korkröhre nicht aus einem durchgängigen Stück besteht, sondern durch das Schälen der Naturkorkrinde vom Kork-Baumstamm mit einer speziellen Axt gelöst wird. Es entsteht der Länge nach eine Naht (oder Spalte / Furche / Schlitz) vom Axteinschlag. Nur so ist es möglich die Rinde vom Baum abzuziehen. Diese Korkröhren sind "frisch vom Baum", daher sehr weich und an der Innenseite der abgeschälten Rinde sehr sauber und neigen nicht zum krümeln. Sie erfordern im Vergleich zu den Rindenröhren ohne Naht einen geringeren Arbeitsaufwand und sind dementsprechend günstiger. Durch ihre größere Flexibilität lassen sie sich optimal an den die Gegebenheiten im Terrarium oder Aquarium anpassen. Optimal einzusetzen für Reptilien die einen weicheren, nachgiebigeren Untergrund bevorzugen, denen dennoch Möglichkeiten zum Klettern oder Verstecken geboten werden sollen.   

Korkröhre mit Schlitz / Naht vom Schälvorgang (Axteinschlag)

Korkröhren ohne Naht / Schlitz – die hochwertige Alternative

Die "Herstellung" von Korkröhren ohne Schlitz ist hierbei aufwendiger und vor Allem zeilintensiver. Hierzu verwendet man abgesägte Äste der Korkeiche. Diese dickeren Korkäste werden im Zuge der jährlichen Baumpflege im Herbst aus der Krone gekappt. Man will einen möglichst dicken Baumstamm für die Produktion von Weinkorken erhalten, sodass dicke Triebe und Äste entfernt werden müssen.
Die dicken Äste werden nicht geschält, sondern in einem Stück auf dem Boden im Korkeichenwald abgeladen. Im Laufe der Zeit verwest das Innere des Asts, sodass das Holz sich stückweise von der Korkrinde löst. Die Äste bleiben so lange im Wald liegen, bis sich die Korkrinde von ihrem Holzkern gelöst hat und man diesen leicht entfernen kann. Es entsteht eine makelloser Baumstamm-Röhre ohne Naht oder Schlitz vom Axteinschlag. Dieser Herstellungsvorgang erfordert sehr viel Zeit und Erfahrung (bis zu 50 Jahre!) und wird dadurch nur von sehr wenigen Herstellern praktiziert. Aus diesem Grund sind nahtlose Korkröhren auf dem Markt selten und nicht in großen Mengen verfügbar. Diese Korkröhren zeichnen sich durch eine etwas härtere Rinde aus bedingt durch den Verwitterungsprozess. Hierdurch eignen sich diese optimal für Nagetiere und Vögel, die neben dem Klettern und Verstecken auch Dinge zum Knabbern und Annagen benötigen. Ebenso sind die Röhren aus natürlicher Korkrinde ohne Schlitz stabiler und eignen sich auch für den Unterschlupf von Kaninchen oder Hasen.

Sichere Kork-Röhren ohne Schlitz

Im Anschluss an den Ablöseprozess der Rinde vom Holzkern werden die natürlichen Kork-Höhlen mit einer Bürste gesäubert. Der Nachteil dieser Korkröhren besteht darin, dass man insbesondere bei längeren Korkröhren die Innenseite nicht optimal reinigen kann, sie neigen daher zum krümeln. Dies ist aber in den meisten Fällen im Tierreich nicht von größerer Bedeutung ist, zumal sich die meisten Reptilien oder Nagetiere so wie so direkt ans Anknabbern ihrer neuen Behausung machen.

Denn Röhren aus Naturkork, egal ob mit Schlitz oder ohne, dienen nicht nur als Kletter- und Unterschlupfmöglichkeit für Ihr Haustier, sie können auch bedenkenlos angeknabbert werden!

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Kork-Tunnel, die günstige Alternative zur Röhre – innen sauber und auch für kleinere Terrarien oder Gehege geeignet

Wer nun unsicher ist, ob eine Korkröhre die richtige Lösung ist oder eventuell zu groß ist, kann auch auf die günstigere und kompaktere Variante Kork-Tunnel / Kork-Höhle oder „halbe“ Röhre zurückgreifen.

Kork-Höhle /-Tunnel /Halbe
Hierbei handelt es sich ebenfalls um frisch geschälten Naturkork, der weiterverarbeitet wird zu einem Tunnel. Also wie eine geschlossene Röhre, jedoch mit offenem Boden. Dies hat neben dem sauberen Interieur (da geschält) einen hygienischen Vorteil: Hinterlassenschaften (Urin, Kot) landet direkt auf dem Boden des Geheges und nicht in der Korkröhre.

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