Versandfertig in 24 h¹
Versand nur 4,90* € (DE)
7+ Jahre Kork-Erfahrung
Sicherer Einkauf mit PayPal

Korkboden und Fußbodenheizung

Korkboden und Fußbodenheizung passen gut zusammen. Sowohl der Bodenbelag Kork als auch eine Fußbodenheizung sorgt für warme Füße. Handelt es sich bei der Heizart um eine Warmwasser-Fußbodenheizung, ist Kork geeignet.

Fußbodenheizung + Korkboden? Wärmedurchlasswiderstand entscheidend!

In einer Korkdiele befinden sich Millionen mit Luft gefüllte Zellen, die Wärme isolieren. Ein Korkboden sorgt selbst im Winter bereits ohne Fußbodenheizung für warme Füße – ideal spielende Kinder und Menschen, die gerne barfuß durch die Wohnräume laufen. Kork verstärkt die Heizeffekte einer Warmwasser-Fußbodenheizung.

Generell gilt für Fußbodenheizungen, dass der Wärmedurchlasswiderstand des Fußbodens bei maximal 0,15 m²K/W liegen darf. Hinter der Formel, die in manchen Prospekten auch mit der gleichbedeutenden Konstellation Wm²/K angegeben wird, verbirgt sich ein Koeffizient aus Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Übliche Werte für Kork-Fertigparkett sind 0,11 m²K/W. Korkfliesen zum Kleben sind oft wesentlich dünner. Sie liegen bei einer Dicke von 5 mm mit ungefähr 0,06 m²K/W entsprechend darunter.

Korkboden-Klickpaneel

Korkpaneele (hier SAMOA) auf Fußbodenheizungen geraten aufgrund ihres Aufbaus in Kombination mit anderen Bodenmaterialien möglicherweise an die Höchstgrenze des Wärmedurchlasswiderstands. © KWG-Bodendesign

Trittschalldämmung und Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen und Trittschalldämmungen – es geht durchaus beides.

Fußbodenheizungen sind grundsätzlich mit jedem Bodenbelag von Fliesen über Holz, Kork, Laminat, Linoleum, Parkett, PVC, Stein und Teppich bis Vinyl kompatibel, solange der Wärmedurchgangskoeffizient des Bodens den Wert von 0,15 m²K/W nicht überschreitet. Massivholz kommt ebenso wie so mancher Parkett- oder Teppichboden bisweilen schon allein an diese Grenze heran.

Soll nun eine Trittschalldämmung zwischen FBH und Bodenbelag, wird gerechnet. Der kumulierte Wärmedurchlasswiderstand von 0,15 m²K/W ist die Grenze, die darüber entscheidet, ob sich der Wunschboden mit dem bevorzugten Dämmmaterial auf der Fußbodenheizung realisieren lässt. Kombinationen aus Trittschalldämmung und Bodenbelag, die darunter liegen, funktionierten mit FBH. Bei Werten darüber ist die Wärmeleitfähigkeit zu gering.

Als Trittschalldämmung eignen sich:

  • Hanffilz
  • Holzfasern
  • Kork
  • Polyethylen-Schaum (PE-Folien)
  • Polystyrol
Trittschalldämmung mit Rollenkork
Trittschalldämmung mit Rollenkork
Trittschalldämmung mit Rollenkork


Kork wird gerne als Trittschalldämmung zwischen Estrich und Fußbodenoberfläche verlegt. Unter einem Boden im Wohnbereich kommt üblicherweise Rollkork in 2 oder 4 mm Dicke zum Einsatz, gewerbliche Nutzer lassen sich eher 5 oder 10 mm dicke Dämmplatten aus Kork zur Trittschalldämmung verlegen. Unser Trittschall dämmender Rollkork weist ebenso wie seine Funktionsgenossen im Plattenformat einen Wärmedurchlasswiderstand von 0,045 m²K/W auf.

Überblick: Korkprodukte zur Trittschalldämmung

Fußbodenheizung

Fußbodenheizung + Korkboden: kann ein Dream-Team sein, wenn man ein paar Dinge beachtet. © helovi/Getty Images

Diese Bodenbeläge funktionieren in Kombination mit FBH und Kork-Trittschalldämmung:

Entscheidend ist der kumulierte Wärmedurchlasswiderstand, der je nach Dicke und Hersteller variiert. Wir verwenden in diesem Überblick Durchschnittswerte für gängige Millimeter-Dicken bei Böden aus den angegebenen Materialien. Dann addieren wir die 0,045 m²K/W unserer Trittschalldämmung aus Kork und errechnen den Gesamt-Wärmedurchlasswiderstand der Materialkombination. Die grün markierten Werte sind FBH geeignet, die gelben sind nah am Grenzwert – besser nochmal auf die Herstellerangaben des Fußbodens schauen.

  • Fliesen (Keramik, 13 mm): 0,012 + 0,045 = 0,057 m²K/W
  • Holz: ab 0,1 + 0,045 = 0,145 m²K/W
  • Laminat (9 mm): 0,05 + 0,045 = 0,095 m²K/W
  • Linoleum (2 bis 4 mm): 0,01 bis 0,04 + 0,045 = 0,055 bis 0,085 m²K/W
  • Marmor (30 mm): 0,014 + 0,045 = 0,059 m²K/W
  • Mehrschicht-Parkett (11 mm): 0,10 + 0,045 = 0,145 m²K/W
  • Mosaikparkett (8 mm): 0,038 + 0,045 = 0,083 m²K/W
  • Naturstein (20 mm): 0,017 + 0,045 = 0,062 m²K/W
  • PVC (2 mm): 0,01 + 0,045 = 0,055 m²K/W
  • Teppich (8 mm): 0,1 + 0,045 = 0,145 m²K/W
  • Vinyl (3 mm): 0,015 + 0,045 = 0,06 m²K/W

Fliesen, Linoleum, Marmor, Naturstein, Mosaikparkett, PVC und Vinyl bleiben im Zusammenspiel mit einer Trittschalldämmung aus Naturkork eigentlich immer deutlich unter dem kritischen Wärmedurchlasswiderstand für eine Warmwasser-Fußbodenheizung.

Nadelvlies mit einem Wärmedurchlasswiderstand um 0,12 m²K/W kann nicht mit einer Kork-Trittschalldämmung kombiniert werden, wenn darunter eine FBH heizt.

Massivholzdielen, Mehrschicht- oder Stabparkett sowie Teppichböden bewegen sich im Hinblick auf den Wärmedurchlasswiderstand oft noch im Rahmen, wenn es sich um dünne Beläge handelt. Es lohnt sich aber ein prüfender Blick auf die Herstellerangaben.

Wer einen Korkboden verlegt, braucht darunter keine Trittschalldämmung, da der Korkboden im Zusammenspiel mit der PE-Folie als notwendige Dampfsperre ausreichend Geräusche schluckt. Kork-Fertigparkett mit 0,11 m²K/W kann gemäß unserer Anleitung bedenkenlos auf einer Warmwasser-Fußbodenheizung verlegt werden.

Der beste Untergrund für eine Fußbodenheizung ist ein Heizestrich aus Calciumsulfat oder Zement.

Elektro-Fußbodenheizung

Bei einer Elektro-Fußbodenheizung sieht es anders aus. Da das Aufheizen innerhalb kürzester Zeit erfolgt, kann ein Korkboden nicht schnell genug auf die Temperaturunterschiede reagieren. Das kann dazu führen, dass Fugen entstehen. Kork ist nicht für Elektro-Fußbodenheizungen geeignet.

FAQs zu Korkboden auf Fußbodenheizungen

Wir beantworten die häufigsten Fragen zur Kompatibilität von Kork und Fußbodenheizung (FBH abgekürzt).

Kann man Kork auf einer Fußbodenheizung verlegen?

Die meisten Korkböden sind mit einer Warmwasser-Fußbodenheizung kompatibel. Aber bleib bei einem Bodenbelag wie Kork über dem Estrich / OSB / Span! Schon allein wegen der horrenden Heizkosten, die bei Schichten Boden entstehen ist es nicht ratsam, unterschiedliche Beläge übereinander auf einer Fußbodenheizung zu verlegen. Ob der Korkboden auf der Fußbodenheizung schwimmend oder klebend verlegt wird, spielt für die Wechselwirkung keine Rolle.

Eine Elektro-Fußbodenheizung hingegen heizt zu schnell für einen Korkboden. Kork kann nicht schnell genug auf die Temperaturunterschiede reagieren und es kommt zur Fugenbildung.

Wie dick darf Kork auf einer Fußbodenheizung sein?

Entscheidend ist nicht die Dicke, sondern der Wärmedurchlasswiderstand – der allerdings geringer ist, je dünner der Bodenbelag ist. Die Korkböden aus unserem Shop vertragen sich gut mit einer Fußbodenheizung. Paneele der Reihe morena sind 10 mm dick und weisen einen Wärmedurchlasswiderstand von zirka 0,11 m²K/W auf. SAMOA-Paneele sind genauso dick, der Wärmedurchgangskoeffizient ist mit 0,08 m²K/W noch großzügiger vom Grenzwert entfernt.

Ist ein Vinylboden mit Kork für eine Fußbodenheizung geeignet?

Vinyl lässt sich zwar auf Kork verlegen, wenn dieser vollflächig verklebt ist. Eine Fußbodenheizung ist dann aber keine gute Idee. Denn die Fußbodenheizung müsste sich durch zwei Bodenbeläge arbeiten, um den Raum zu heizen – das verursacht hohe Kosten. Unabhängig davon darf der Wärmedurchlasswiderstand aller Bodenbeläge, die über der FBH liegen, 0,15 m²K/W nicht überschreiten. Für die Konstellation FBH und Korkboden ist ein Calciumsulfat- oder Zementestrich der geeignete Unterboden.

Kann man Kork über Fliesen verlegen, unter denen eine Fußbodenheizung ist?

Eine Warmwasser-Fußbodenheizung ist zwar für Kork geeignet. Wenn allerdings zwei Bodenbeläge – wie Fliesen und Kork – auf dem Untergrund aufgetragen werden, ist eine Fußbodenheizung allein aus einer Heizkostenperspektive heraus eine schlechte Idee. Außerdem darf der Wärmedurchlasswiderstand aller Bodenbeläge über der FBH maximal 0,15 m²K/W betragen. Eine unbedenkliche Kombination aus Kork und FBH baut auf Heizestrich, der aus Calciumsulfat oder Zement besteht.

Leitet Kork Wärme weiter?

Kork leitet Wärme schlechter weiter als beispielsweise Parkett oder Fliesen. Ein Korkboden absorbiert zwar keine Körperwärme, fühlt sich selbst jedoch angenehm warm an, sorgt für warme Füße und verstärkt die Auswirkungen einer Fußbodenheizung. Ein Korkboden hat noch viel mehr Vorteile wie Trittschalldämmung, Widerstandsfähigkeit, Feuerbeständigkeit und seinen positiven Einfluss auf das Raumklima.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.