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Korkboden verlegen

In diesem Magazinbeitrag beantworten wir alle Fragen rund um das Thema Korkfußboden verlegen. Wir erklären dir die Unterschiede zwischen Korkboden schwimmend verlegen, kleben, klicken und wie Korkboden als Rollenware verlegt wird. Darüber geben wir dir einen Überblick, welche Böden auf Kork verlegt werden und worauf ein Korkfußboden verlegt werden kann. Wir informieren darüber, ob Korkböden mit oder ohne Folie verlegt werden können, warum du einen Handwerker damit beauftragen solltest und was es kostet, Korkboden verlegen zu lassen.

Mann verlegt Korkboden

Einen Korkboden zu verlegen ist eine Aufgabe, die Maßarbeit erfordert. © andreygonchar/iStock/GettyImagesPlus

Wie man einen Korkfußboden verlegt

Es gibt zwei Arten, einen Korkfußboden zu verlegen: schwimmend oder mit Kleber. Klickkork wird schwimmend verlegt, bei Klebekork wird Klebstoff (Leim) benötigt. Da das Verlegen von Korkfliesen zum Kleben aber recht kompliziert und fehleranfällig ist, erklären wir dir in diesem Beitrag Schritt für Schritt, wie du einen Korkfußboden schwimmend verlegst.

Kork Parkett und Kork Laminat

Die Wahl des Korkbodens entscheidet, wie du ihn verlegst. Einen Korkboden mit Klicksystem verlegst du schwimmend. Wer Korkparkett richtig verlegen möchte, tut dies schwimmend. Denn als Kork-Parkett wird in der Regel Kork-Fertigparkett bezeichnet – und dabei handelt es sich stets um Klickkork. Genauso sieht es aus, wenn du Kork-Laminat verlegen willst. Kork-Parkett, Korkstreifen-Parkett, Kork-Fertigparkett oder Kork-Laminat – gemeint ist Klickkork. Solltest du deinen Korkboden nicht bei uns kaufen, wirf sicherheitshalber einen Blick auf die Produktbeschreibung, ob es sich bei den jeweiligen Angeboten wirklich um ein Korkboden-Klicksystem handelt.

Korkboden schwimmend verlegen

Was ist mit Korkboden schwimmend verlegen eigentlich gemeint? Der Kork wird direkt mit dem Untergrund verbunden, sozusagen frei beziehungsweise lose. Du brauchst weder Kleber noch Leim. Damit der Korkboden Ausdehnungen bei Temperaturschwankungen ausgleichen kann, bekommt er eine Dehnungsfuge zu jeder Wand.

Der Untergrund

So muss der Untergrund beschaffen sein:

  • druckfest,
  • eben (Unebenheiten von > 2 mm pro Meter müssen ausgeglichen werden),
  • rissfrei,
  • sauber (frei von Farbe, Fett, Kleberesten, Wachs oder anderen Verunreinigungen),
  • staubfrei
  • und trocken sein.

Zumindest steht es so in der Vergabe- und Vertragsanordnung für Bauleistungen (VOB), Teil C, DIN 18 356. Diese Norm beschäftigt sich mit den Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Parkett- und Holzpflasterarbeiten, worunter auch Kork fällt.

Das brauchst du, um Kork schwimmend zu verlegen

Ausreichend Dehnungsfugen, Sockelleisten und Übergangsprofile stehen ebenso auf deinem Einkaufszettel wie genügend Korkdielen. Plane als Verschnitt fünf Prozent mehr ein als für die Räumlichkeiten notwendig sind.

Unabhängig vom Untergrund, auf dem der Klickkork verlegt wird, ist eine Dampfsperre unerlässlich. Zwischen Untergrund und Korkboden rollst du eine Unterlage, zum Beispiel Rollkork als Trittschalldämmung aus.

Weitere Gegenstände und Materialien, die du unter Umständen benötigst:

  • Lineal,
  • Stich- oder Kappsäge,
  • Gehrungssäge,
  • Laminat-Schneider,
  • Dicht- und Distanzband,
  • Stechbeitel,
  • Zugeisen und/oder Schlagklotz,
  • Kreisschneider,
  • Holzkeil,
  • unter Umständen sogar Leim für Türzargen.

Kork schwimmt

Korkboden kann man schwimmend verlegen - das bedeutet, man klickt die einzelnen Elemente ineinander, ohne sie mit dem Boden darunter fix zu verkleben. Der Boden schwimmt dann auf dem Fundament, wie der Symbol-Korken im Bild auf dem Wasser. Gut erkennbar im Bild: Kork ist von Natur aus wasserabweisend. © pidjoe/GettyImages

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wird ein Korkboden im Klicksystem verlegt, passiert dies stets „schwimmend“. Die einzelnen Paneele werden per Klicksystem mit Feder und Nut ineinander geklickt. Zwei Stellen erweisen sich beim Verlegen von Böden gerne als knifflig und lästig: Türzargen und Heizungsrohre. In unserer Anleitung erfährst du nun Schritt für Schritt, wie du einen Klick-Korkboden verlegst:

Schritt 1: Dehnungsfugen

Im ersten Schritt platzierst du Dehnungsfugen – und zwar

  • nach 8 m in Dielenbreite,
  • nach 10 m in Richtung der Dielenlänge,
  • unter jeder Tür,
  • bei Raumeinschnürungen,
  • zu angrenzenden Bodenbelägen und
  • bei Bewegungsfugen im Untergrund.

Decke die Dehnungsfugen mit Übergangsprofilen ab.

Schritt 2: Untergrund präparieren

Handwerker halten sich schon allein aus Haftungsgründen an folgende Vorschriften:

  • Ein schwimmender Boden wird nicht auf einem schwimmenden Boden verlegt wird. Ein schwimmend verlegter Boden federt und schwingt auf einem Untergrund, der nicht fest ist – und das ist nicht erwünscht.
  • Ein schwimmender Boden wird nur auf einem vorhandenen Hausboden (Estrich, OSB, Span, eventuell Holzdielen) verlegt und nicht auf einem aufgetragenen Boden (Laminat, Linoleum, Parkett, PVC, Teppich, Vinyl).
  • Der Unterboden muss eben, fest, rissfrei, staubfrei und trocken
  • Der Unterboden (meistens Estrich) wird erst grundiert, dann mit einer Ausgleichsmasse gespachtelt (2 mm an der dünnsten Stelle) und muss dann trocknen, bevor darauf ein Belag wie zum Beispiel ein Korkboden schwimmend verlegt wird.

Der Untergrund, auf dem du deinen Korkboden verlegst, muss trocken sein. Eine gewisse Restfeuchtigkeit besteht praktisch immer, diese darf die Grenzwerte für den jeweiligen Boden nicht überschreiten. Berücksichtige diesbezüglich die Herstellerangaben des Unterbodens.

Wenn dir Unebenheiten von mehr als 2 mm / m auffallen, gleichst du diese mit einer Fließspachtelmasse oder Ähnlichem aus.

Nun legst du eine PE-Folie als Dampfsperre auf dem Untergrund aus. Verlege dazu die Bahnen der Folie mit einer Überlappung von 10 cm. Die Stöße verklebst du mit Alu-Dichtband, die Folienränder klappst du rund 5 cm nach oben.

Um kleine Unebenheiten auszugleichen verlegst du jetzt eine Unterlage, die mit Korkböden und deinem Unterboden kompatibel ist. Ideal ist Rollenkork, der gleichzeitig als Trittschalldämmung fungiert. Verlege die Unterlage in Bahnen, indem du nächste Bahn unter die überlappende Folie der vorherigen Bahn schiebst und sie bündig miteinander verklebst.

Schritt 3: Dicht- und Distanzband anbringen

Wenn du eine Unterlage mit integrierter Dampfsperre verwendest, dichtest du die umlaufenden Ränder mit Dicht- und Distanzband ab. Wenn nicht, spring direkt zum vierten Schritt der Anleitung.

Während das Dichtband den ganzen Raum umläuft, bringst du das Distanzband lediglich an zwei Seiten des Raumes an. Den darin enthaltenen Distanzschaum entfernst du nach erfolgreicher Verlegung des Korkbodens. Bei Verwendung einer Unterlage mit integrierter Dampfbremsfolie werden die umlaufenden Ränder am besten mit Dicht- und Distanzband abgedichtet. Das Dicht- und Distanzband sichert dir Dehnfugen von 10 bis 15 mm.

Schritt 4: Korkboden verlegen

  • Lagere die Korkdielen zur Akklimatisierung in der geschlossenen Verpackung für mindestens 48 Stunden im vorbereiteten Raum, indem du den Korkfußboden verlegen möchtest.
  • Ist die Feder an der langen Seite deiner Dielen breiter als 2 mm? Säge sie für die erste Reihe ab, da die Sockelleiste sonst nicht zur Abdeckung ausreicht.
  • Miss nochmal den Boden und die Dielen aus und schaue, wie viele Zentimeter die letzte Reihe breit sein müsste. Bleibt nur ein Streifen von 5 cm oder weniger für die letzte Reihe übrig, säge direkt die erste Reihe etwas schmaler zu. Dadurch ersparst du dir zum Schluss mühselige Kleinarbeit.
  • Kork-Fertigparkett wird parallel zum Lichteinfall verlegt. Die erste Diele legst du mit der Federseite zur Wand in einer Ecke des Raumes am Distanzband an.
  • Die zweite Diele setzt du schräg an der kurzen Seite der ersten Diele an und schwenkst sie nach unten, bis es klickt.
  • Fahre mit den weiteren Dielen so fort.
  • Erreichst du das Ende einer Reihe, wirst du eine Diele zuschneiden müssen. Drehe die Diele zu diesem Zweck der Länge nach um. Lege die Diele an der Wand ohne Distanzband an, aber halte einen Abstand von 10 mm ein. Zeichne den korrekten Abstand an und benutze einen Laminat-Schneider, um die Korkdiele zu kürzen. Alternativ verwendest du eine Kapp- oder Stichsäge. Sägst du von Hand, dann sägst du von der Oberseite her. Verwendest du eine elektrische Säge, beginnst du an der Unterseite, um eine Absplitterung von Kanten zu unterbinden. Füge das nun passende Stück deines Klick-Korkbodens ein.
  • Mit dem Reststück (> 30 cm) beginnst du die zweite Bahn. Achte darauf, dass zwischen den Stößen zur vorherigen Reihe ein Fugenversatz, also mindestens ein Drittel der Dielenlänge Abstand herrscht.
  • Verlege die zweite Reihe vollständig, bevor du sie mit der ersten verbindest.
  • Schiebe nun die vollständige zweite Reihe in die Nut der ersten. Anheben – einrasten – fertig.
  • Nach dem gleichen Prinzip verlegst du fast alle weiteren Reihen des Korkbodens. Um die Reihen zu verbinden, kannst du optional einen Schlagklotz oder ein Zugeisen einsetzen.
  • Dir fehlt nur noch die letzte Reihe? Lege eine Korkdiele deckungsgleich auf die vorletzte Reihe auf und zeichne die benötigte Breite unter Zuhilfenahme eines weiteren Dielenstücks auf die Dielen für die letzte Reihe an. Dehnungsfuge nicht vergessen!
  • Anschließend verlegst du die Korkdielen der letzten Reihe. Möglicherweise brauchst du ein Zugeisen, um die Reihen zusammenzufügen.
  • Entferne den Distanzschaum des Dicht- und Distanzbandes, ehe du die Sockelleisten an der Wand verschraubst. Verwende nach Möglichkeit Befestigungsprofile, die genau zu den Sockelleisten passen, da die Verschraubung dann mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist. Du musst ein Kabel verlegen? Nimm eine Sockelleiste, in der ein Kabel Platz hat. Musst du Leistenabschnitte zusammensetzen? Benutze eine Gehrungssäge und führe die Trennung im Schrägschnitt aus. Die Stoßstellen wirst du hinterher kaum sehen.

Tipp: Hast du dich beim Kauf für unbehandelten Naturkork entschieden, denk daran, deinen neuen Korkboden zum Schutz zu versiegeln.

Türzargen

Türzargen sind potenzielle Problemherde beim Verlegen eines Bodens. Dabei sind Stahlzargen fiesere Gegner als Holztürzargen.

  • Zargen von Holztüren werden gekürzt. Die Korkdiele legst du mit der Oberseite nach unten. Sie dient als Auflage für die Säge, mit der du die Holzzarge kürzt. Verlege im Anschluss die Diele darunter.
  • Zargen aus Stahl werden nicht gekürzt. Stattdessen schneidest du die Diele passend zu. Um zu verhindern, dass Feuchtigkeit eindringt, füllst du die entstandene Dehnungsfuge mit Dichtstoff aus. Wenn du Pech mit der Verlegerichtung des Bodens hast, kann die letzte Reihe an der Türzarge nicht wie üblich eingeschwenkt und somit verbunden werden. Dann entfernst du den Wulst an der Nut der Korkdiele mit einem Stechbeitel. Jetzt kannst du das Stück Diele unter die Zarge schieben und mit der vorherigen Reihe verleimen.

Heizungsrohre

Markiere die Position des Heizungsrohres auf der Diele. Schneide den Rohrdurchmesser plus 20 mm (2 x 10 mm) mit dem Kreisschneider heraus. Säge die Diele mittig durch die Rohröffnung durch. Leime das herausgesägte Stück in die Lücke zwischen Heizungsrohr und Wand. Sichere die Dehnfuge mit einem Holzkeil oder dem Distanzband. Vergiss nach der erfolgreichen Verlegung nicht, die Heizkörperrosetten anzubringen.

Heizkörper

Worst Case Szenario beim Verlegen sind Heizkörper, bei denen die Rohre weit voneinander entfernt in den Boden führen. © Rawf8/ iStock/Getty Images Plus

Kork als Rollenware verlegen

Rollkork wird üblicherweise als Unterlage für diverse Bodenbeläge genutzt. Kork als Rollenware eignet sich besonders als Unterlage für Parkett und Laminat, aber auch für Korkböden. So verlegst du Rollkork als Trittschalldämmung.

Korkboden ohne Folie verlegen

Kork wird nicht ohne Folie verlegt. Bei allen mineralischen Untergründen ist eine PE-Folie als Dampfsperre notwendig. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit wie zum Beispiel Wasserdampf in den Bodenbelag oder die Trittschalldämmung eindringt, Schäden anrichtet oder Schimmelbefall begünstigt. Darüber hinaus gewährleistet die Dampfbremsfolie eine gleitfähige Ebene, die das Schwimmen des Bodens erst möglich macht.  

Korkboden selbst verlegen oder verlegen lassen

Kann ein Laie einen Korkboden selbst verlegen? Prinzipiell schon. Die Krux rund um die Philosophie, ob man seinen Korkfußboden selbst verlegt oder von Profis verlegen lässt, ist vor allem eine Preisfrage. Wer wenig Budget hat, kauft die günstige Variante ein und verlegt den Korkboden selbst.

Die günstige Variante, das sind meist Korkfliesen, die geleimt werden müssen. Dieser Vorgang ist in der Praxis oft viel komplizierter als ihn sich Hobby-Handwerker ausmalen. Insbesondere die sehr kurzen Zeitfenster, in denen der Leim aufgetragen werden und die Korkfliese darauf geklebt werden muss, machen den Prozess aufwändig, kleinteilig und fehleranfällig. Da auch professionelle Fliesenleger nach den Regeln des Klebers spielen und nicht einfach den kompletten Untergrund leimen und dann im Eiltempo die Korkfliesen aufkleben können, lässt die Arbeitszeit den Spareffekt durch die Materialkosten nahezu verpuffen.

Ein Klickbodensystem wiederum ist vom Material her teurer. Dafür verlegen Profis Klickkork routiniert, schnell und unkompliziert. Lediglich Türzargen und Heizungsrohre machen sich auf der Stundenuhr unangenehm bemerkbar, das ist aber bei jedem Boden so. Wenn du dir zutraust, deinen Korkboden im Klicksystem selbst zu verlegen, nachdem du die Schritt-für-Schritt-Anleitung gelesen hast, kannst du das natürlich machen. Die Korkpaneele und das nötige Zubehör haben wir vorrätig.

Kork je nach Untergrund verlegen

Kork passt auf eine Vielzahl verschiedener Untergrundmaterialien von Estrich bis OSB. Die Verlege-Vorschriften für Handwerker besagen, dass ein Korkboden nur auf einem vorhandenen, festen Hausboden (Estrich, OSB, Span, eventuell Holzdielen in alten Häusern) verlegt wird. Es sind aber auch andere Untergründe möglich.

Korkboden auf Laminat verlegen

Kork kann auf einem Laminat-Unterboden verlegt werden, solange das Trägermaterial nicht völlig abgenutzt ist. Aufgrund der Trittschall dämmenden Eigenschaften von Kork wird üblicherweise allerdings eher Laminat auf Rollkork verlegt. Ein Handwerksbetrieb wird Kork eher nicht auf Laminat verlegen, da dies nicht empfohlen wird und er bei Problemen haftet. Schon allein wegen der Akklimatisierung der beiden Böden ist es nicht ratsam, Kork auf Laminat zu verlegen, sondern den alten Boden rauszureißen. Du gehst das Risiko ein und verlegst einen Korkboden auf Laminat? Dann sorge dafür, dass der Laminatboden eben, trocken sowie frei von Rissen und Staub ist.

Korkboden auf Teppich verlegen

Verlege Kork nicht auf Teppichboden! Unhygienisch, dunkel, warm – wer Kork auf Teppich verlegt, schafft ein paradiesisches Klima für Milben.

Korkboden auf Holzdielen verlegen

Fest mit dem Raum verbundene Holzböden eignet sich bedingt als Unterboden für Kork-Fertigparkett. Gerade in älteren Häusern wie Fachwerkbauten bilden Holzdielen den Originalboden. Der Holzboden muss eben, fest, riss- und staubfrei sowie trocken sein, bevor du darauf Kork verlegst. Außerdem musst du das Holz auf Höhenunterschiede prüfen und die Dielen so bearbeiten, dass das Holz nicht mehr atmen kann.

Die Korkbahnen können gemäß obiger Anleitung direkt schwimmend auf Holz verlegt werden. Bei einer Entscheidung pro Korkfliesen zum Kleben sollte ein Universalhaftgrund aufgetragen werden.

Kork auf Fliesen verlegen

Kork verträgt sich zwar mit Fliesen, ein direkter Kontakt ist aber nicht unbedingt empfehlenswert. Mit einem schallisolierenden Dämmschicht zwischen Fliesen und Kork löst du die Situation. Je nachdem, welchen Korkboden du verwendest, sind verschiedene Arbeitsschritte nötig.

Wenn du Korkfliesen auf deinen gefliesten Boden klebst, musst du die vorhandenen Fliesen und die Fugen mit einer speziellen Ausgleichsmasse begradigen. Ansonsten zeichnen sich die Fugen der Fliesen binnen kürzester Zeit auf dem neuen Korkboden ab. Außerdem benötigst du eine Grundierung des Untergrunds, damit du den Kork vollständig auf den Fliesen verkleben kannst.

Du kannst Korkparkett auf Fliesen verlegen. Kork-Fertigparkett, Kork-Laminat, sprich Klickkork wird schwimmend auf den Fliesen verlegt. Die Korkdielen werden auf einer Hartfaser-Trägerplatte (HDF-Träger) angebracht. Dadurch kannst du dir die Ausgleichsmasse sparen, sie schadet aber nicht.

Korkboden auf PVC verlegen

Böden aus PVC taugen bedingt als Untergrund für Kork. Das gilt auch für einen Linoleum-Untergrund. Korkparkett kann auf vollflächig verklebtem Linoleum oder PVC wie in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung schwimmend verlegt werden. Profis raten davon allerdings ab.

Korkboden auf Spanplatten oder OSB verlegen

Du möchtest einen schönen Korkfußboden, hast aber keine Lust, den alten OSB-Boden herauszureißen? Schleife den bestehenden, festen OSB-Boden beziehungsweise die Spanplatten zuvor ab, insbesondere an den Stellen, an denen die Platten aufeinandertreffen. Dadurch gehst du kein Risiko ein, dass scharfe Kanten des Unterbodens den Kork angreifen. Staubsaugen, Korkplatten mindestens 48 Stunden zur Akklimatisierung im Raum lagern und dann wird verlegt.

Korkboden auf Estrich verlegen

Selbstverständlich kann ein Korkfußboden auf einem Estrich-Untergrund verlegt werden. Das klappt sowohl mit Klickkork, also schwimmend verlegt, als auch mit Korkfliesen zum Kleben.

Bei einem Fließ- oder Anhydritestrich muss die Oberfläche zuerst abgeschliffen und kräftig abgesaugt werden. Anschließend erfolgt die Dispersionsgrundierung, ehe der Estrich mit einer Ausgleichsmasse egalisiert wird. Bei einem Zementestrich ist das Abschleifen und Absaugen nicht zwingend notwendig.

Die Egalisierung verhindert, dass sich raue oder scharfe Oberflächen wie Tischbeine oder Stuhlrollen im Korkboden abzeichnen. Außerdem reduziert sie den Verbrauch des Klebstoffs und optimiert dessen Ablüft- und Einlegezeit.

Achtung, Feuchtigkeit: Der Estrich muss sehr trocken sein. Die Restfeuchte bei einem Zementestrich muss unter 2,0 CM % liegen. Dieser Wert wird auf 1,8 CM % gesenkt, wenn eine Warmwasser-Fußbodenheizung vorhanden ist. Bei einem Anhydrit- oder Fließestrich liegt der Grenzwert für die Restfeuchte bei 0,5 CM %, mit Fußbodenheizung sogar nur bei 0,3 CM %. CM steht für Calciumcarbis-Methode – das anerkannte Standardverfahren zur Messung der Restfeuchte.

Treppe mit Kork belegen

Jeder Schritt auf der Treppe löst ein lautes Knarzen aus? Treppen werden meistens aus Holz, Beton, Stein oder Stahl gebaut. Sie bestehen aus einem massiven Konstrukt und einem Obermaterial. Bei klassischen Massivholztreppen, die im Alter gerne knarzen, sind Treppensystem und Belag aus dem gleichen Material. Das muss aber nicht so sein und erst recht nicht so bleiben, wenn Stufen oder der Treppenbelag erneuert werden müssen. Der Austausch des Belags läuft in der Regel reibungslos und ist viel günstiger als eine oft unnötige Komplettsanierung.

Als Stufenbelag für eine Treppe kommen unterschiedliche Materialien in Frage: Neben gebräuchlichen Bodenbelägen wie Fliesen, Holz, Kork, Laminat, PVC, Teppich und Vinyl kommt auf Treppenstufen gelegentlich Sisal zum Einsatz. Egal für welches Material du dich entscheidest – Treppenbeläge werden immer geklebt und nie geklickt. Klickbodenbeläge verrutschen auf Treppen und klackern, das funktioniert nicht. Klebe den Kork-Treppenbelag mit Montagekleber vollflächig auf den Stufen auf und nimm ein Winkelmaß zur Hilfe.

Der Vorteil von Kork als Stufenbelag: Du kannst eine Treppe mit Kork belegen, wenn das massive Konstrukt aus Beton, Holz oder Stahl besteht. Kork als Treppenbelag ist praktisch mit allen gängigen Treppensystemen kompatibel. Da die Treppe stark frequentiert und beansprucht wird, ist eine hochwertige Versiegelung deiner Korkpaneele maßgeblich.

Kork zwischen Parkett und Fliesen

Kork ist schon allein in seiner Funktion als Trittschalldämmung als Material zwischen unterschiedlichen Baustoffen und Bodenbelägen geeignet. Korkstreifen sind ideal als Dehnungsfuge und gewähren in als solche die Übergänge an Türen und in Wohnräumen mit einer Länge von mehr als 10 m. Kork ist als Übergang zwischen Parkett und Fliesen ebenso geeignet beziehungsweise sogar als atmungsaktive Dehnungsfuge notwendig, wie zwischen vollflächig verklebten Holzpaneelen und Parkett. Verzichte auf hässliche Übergangsleisten, sondern setze auf optisch angepasste Korkstreifen als Dehnungsfuge, die du flexibel nachschneiden und präzise einarbeiten kannst.

Verschiedene Bodenbeläge auf Kork verlegen

Folgende Böden kannst du auf Kork verlegen: Laminat, Parkett und Vinyl. Allerdings gilt dabei: Verlege keine schwimmenden Böden auf einem schwimmenden Untergrund.

Vinyl auf Kork verlegen

Kann man einen Vinylboden auf einem alten Korkboden verlegen? Es kommt darauf an. Du kannst prinzipiell nur Klick-Vinyl auf Kork verlegen; Klebesheets aus Vinyl sind nicht mit einem Korkunterboden kompatibel, sondern können nur auf Estrich verlegt werden. Doch auch beim Klick-Vinyl lässt sich die Frage nicht pauschal mit Ja beantworten.

Wie bei jedem Bodenbelag gilt auch hier offiziell: Verlege keinen schwimmenden Boden auf einem schwimmenden Boden. Um einen Vinylboden mit Kork verlegen zu können, sollte

  • der Korkboden vollflächig verklebt sein,
  • keine Fußbodenheizung installiert sein.

Erfüllst du diese Voraussetzungen, kannst du Klick-Vinyl beziehungsweise HDF-Trägerplatten aus Vinyl auf Kork verlegen.

Vinyl auf Kork verlegen

Vinyl lässt sich auf Korkboden verlegen. © psahota/ iStock/Getty Images Plus

Kork unter Laminat

Laminat kann problemlos direkt auf vollflächig verklebtem Kork verlegt werden. Wichtig ist, dass der Korkboden gut erhalten und nivelliert ist, sowie die Aufbauhöhe für die Laminatschicht noch möglich ist. Oft dient Kork unter Laminat verlegt als Trittschalldämmung.

Kork unter Parkett

Parkett auf vollflächig verklebtem Kork zu verlegen ist ein Standard-Unterfangen. Kork wird vielerorts als Trittschalldämmung unter einem Parkettboden eingesetzt.

Korkboden verlegen – Kosten in der Übersicht

Zunächst einmal kostet es dich viel Zeit, einen Korkfußboden zu verlegen. Wenn du es allein machst, rechne mit 25 Minuten pro Quadratmeter. Vergiss die Trockenzeiten für den Untergrund nicht.

Das Material kostet pro Quadratmeter zwischen 25 und 70 Euro, je nachdem, wie hoch deine Ansprüche an die Qualität sind. Klickkork ist teurer als Klebekork. Versiegelter Kork ist teurer als unbehandelter.

Egal, ob du einen Korkboden klebst oder schwimmend verlegst – diese Kosten pro Quadratmeter sind bei beiden Varianten gleich:

  • ungefähr 1,50 Euro für die Dampfsperre,
  • rund 5 Euro für Sockelleisten, Übergangsprofile und Dehnungsfugen,
  • Zubehör wie ein Teppichmesser gehört zur Standard-Heimwerker-Ausrüstung.

Die großen Unterschiede liegen in der Art des Korks und in der Frage Handwerker oder nicht?

Für Korkfliesen zum Kleben rechnest du mit 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen Handwerkerkosten zwischen 30 und 60 Euro pro Quadratmeter.

Korkparkett schwimmend verlegen kostet dich 30 bis 70 Euro im Einkauf. Dafür kannst du die Handwerkerkosten etwas nach unten schrauben, da Klickkork schneller verlegt ist. Setze hier 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter an.

Beispielrechnung für einen Raum mit 25 Quadratmetern:

Klebekork verlegen

Klickkork verlegen

Korkfliesen zu 35 € / m²

875 €

Korkstreifen zu 50 € / m²

1.250 €

Handwerkerkosten 50 € / m²

1.250 €

Handwerkerkosten zu 40 € / m²

1.000 €

Gesamtkosten 25 m²

2.125 €

Gesamtkosten 25 m²

2.250 €

 

Beispielrechnung für Korkfußboden auf insgesamt 100 Quadratmetern:

Klebekork verlegen

Klickkork verlegen

Korkfliesen zu 35 € / m²

3.500 €

Korkstreifen zu 50 € / m²

5.000 €

Handwerkerkosten 50 € / m²

5.000 €

Handwerkerkosten zu 40 € / m²

4.000 €

Gesamtkosten 100 m²

8.500 €

Gesamtkosten 100 m²

9.000 €

 

Das Verlegen von Klebekork in Eigenregie ist preislich günstiger, birgt allerdings auch viele Fehlerquellen. Einen Handwerker mit dieser Aufgabe zu betrauen, ist zwar kein Schnäppchen, aber empfehlenswert. Pauschal lässt sich sagen: Klebekork ist günstiger im Einkauf, aber (zeit-)aufwändiger beim Verlegen. Klickkork als Material ist teurer, wird dafür aber leichter und schneller verlegt.

Häufige Fragen (FAQ) rund ums Korkboden verlegen

Die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Korkfußboden verlegen, findest du in diesem Abschnitt.

Wie wird Korkboden verlegt?

Klickkork wird schwimmend verlegt, Klebekork erfordert eine Behandlung des Untergrunds mit Leim. Betreue einen guten Handwerker damit, deinen Korkfußboden zu verlegen.

Was ist eine Dehnungsfuge?

Eine Dehnungsfuge besteht aus einer elastischen Masse wie Silikon. Sie verringert Spannungen, die durch Druck oder Zug im Boden auftreten und gleicht Längenausdehnungen bei Temperaturschwankungen aus. Zwecks der Ästhetik werden Dehnungsfugen oft mit einer Sockelleiste oder einem Übergangsprofil abgedeckt.

Worin unterscheiden sich Korkdielen von Korkfliesen?

Fliese und Diele drückt lediglich das Format des Korkstücks aus. Korkfliesen sind meist quadratische oder annähernd quadratische Stücke (zum Beispiel 50x50 cm, aber auch 45x60 cm). Dielen sind wesentlich länger als breit (zum Beispiel 30 cm breit und 90 cm lang) und meistens als Holz-Nachbildung angefertigt. Häufig wird Klickkork als Diele ausgeliefert und als Korkstreifen bezeichnet. Korkfliesen kommen tendenziell öfters als Klebekork vor. Korkplatte ist ein gebräuchlicher Begriff für eine Korkfliese.

Was muss beim Verlegen von Klebekork beachtet werden?

Wer Klebekork verlegt, muss viel beachten. Neben Dehnungsfugen, Sockelleisten und Befestigung spielt das Thema Trockenzeiten eine Rolle. Es funktioniert nämlich leider nicht so, dass du den Untergrund erstmal mit Leim bestreichst und dann deine Korkplatten andrückst. Das Zeitfenster, in der die Korkfliesen auf den Untergrund geklebt werden müssen, ist sehr eng. Wende dich an einen Handwerker, der deinen Korkboden verlegt.

Was kostet es, Kork zu verlegen?

Wenn du deinen Korkboden selbst verlegst, kostet dich das viel Zeit, aber je nach Kork wenig Geld. Korkplatten zum Kleben gibt es schon ab 25 € / m². Korkstreifen zum schwimmend verlegen kosten etwas mehr, zwischen 30 und 70 € / m². Betraust du einen Handwerker mit der Aufgabe, kalkuliere mit zusätzlichen Kosten zwischen 25 und 60 € / m². Klickkork wird deutlich schneller verlegt, das senkt den Stundenlohn in Summe bei größeren Flächen erheblich.

Welches Material lässt sich auf Kork verlegen?

Kork verträgt sich gut mit vielen anderen Bodenbelägen. Du kannst Fliesen, Holz, Laminat, OSB, Parket und PVC / Vinyl auf Kork verlegen.

Auf welchem Untergrund werden Korkböden verlegt?

Nahezu alle ebenen, festen und trockenen Untergründe sind für Korkböden geeignet. Gute Untergründe sind Estriche wie Zementestrich, Anhydritestrich und Magnesiaestrich sowie Trocken-Estrichsysteme. Ein Unterboden aus Holzfaserplatten (Verlegespanplatten), OSB und Gipselementen harmoniert ebenfalls mit Kork. Holzielen sind weitere mögliche Unterböden. Möchtest du einen Korkboden auf Laminat, Parkett oder PVC verlegen, funktioniert das allenfalls verklebt und nicht schwimmend.

Schlechte Unterlagen sind federnde Bretter oder ausgetretene Dielen. Als Untergrund für Kork nicht geeignet ist außerdem:

  • Teppichboden,
  • Nadelfilzboden (unhygienisch, zu weich, Dampfbremse fehlt) und
  • Steinholz-Estrich (zu hohe Restfeuchte).

In Feuchträumen, wie zum Beispiel in Bädern, sollte Kork nicht verlegt werden.

Harmoniert Linoleum mit Kork?

Linoleum ist ein elastischer Bodenbelag, der zu 40 % aus Kork- oder Holzmehl besteht. Weitere Bestandteile – Mengen können je nach Herstellung leicht variieren – sind:

  • 35 % Leinöl,
  • 20 % anorganische Füllstoffe wie Farbstoff, Kalksteinpulver, Kautschuk oder Titanoxid,
  • ein Trägermaterial (meistens Jute),
  • Naturharze.

Linoleum wird oft auf der Unterseite zusätzlich mit Kork beschichtet, um den Laufkomfort, die Elastizität und die Wärmedämmung zu verbessern. Zu den Vorteilen von Korkböden.

Lässt sich Kork auf einer Fußbodenheizung verlegen?

Ja, Korkböden vertragen sich mit Warmwasser-Fußbodenheizungen. Das Zusammenspiel zwischen Kork und Fußbodenheizung behandeln wir in einem eigenen Beitrag ausführlicher.

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